FI-Schutzschalter einfach erklärt: Wie funktioniert ein FI? Das Video zu Funktion und Aufbau

Knapp 5 Minuten Elektrotechnik: Elektromeister Tobias Haack erklärt den Fehlerstromschutzschalter, kurz FI oder RCD. Wogegen er schützt, wie er funktioniert und wann er auslöst.

Tobias HaackElektromeister · Autor
29. Oktober 2023Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: ein FI-Schutzschalter mit Testtaste auf gelbem Grund, daneben Tobias Haack mit nachdenklichem Blick, darunter der Schriftzug FI-Schalter

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Der FI-Schutzschalter schützt gegen einen Fehlerstrom, der, wenn es blöd läuft, auch über den Körper fließen kann. In ihm sitzt ein Summenstromwandler. Er misst, was an Strom hineinfließt und was über den Neutralleiter zurückkommt. Fließt ein Teil woanders ab, zum Beispiel über die Erde, löst der FI aus. Laut Tobias besagt die Vorschrift: nicht mehr als 30 Milliampere. Liegt der Fehlerstrom zwischen 15 und maximal 30 Milliampere, muss er innerhalb von ein paar Millisekunden auslösen.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Allgemeine Infos
  3. Funktion
  4. Wann löst aus?
  5. Quizfrage

Das Wichtigste aus dem Video

1. Was ein FI-Schutzschalter ist

FI, Fehlerstromschutzschalter, RCD: Gemeint ist dasselbe Bauteil. Neben dem Leitungsschutzschalter ist es laut Tobias eines der gängigsten Bauteile im Unterverteiler oder Sicherungskasten. Er nennt es eines der wichtigsten Schutzorgane, „die dich als Person auch schützt“. Wie der Name sagt, schützt der FI gegen einen Fehlerstrom. Der kann, wenn es blöd läuft, auch über den Körper fließen. Deshalb muss das Bauteil schon bei einem ganz geringen Fehlerstrom auslösen.

Das Video richtet sich laut Tobias an alle, die sich für Elektrotechnik interessieren, an Auszubildende oder an alle, die es einfach wissen wollen. In Kommentaren hat er gelesen, dass man sich damit auch auf Prüfungen vorbereiten kann.

2. Warum 30 Milliampere

Für Elektriker gibt es diverse Vorschriften, wie ein FI auszulegen ist. Auf die Angaben auf dem Gerät geht Tobias in diesem Video nicht im Detail ein. Die Vorschrift besagt laut ihm: nicht mehr als 30 Milliampere. Das ist ein sehr geringer Strom. Mit unserer gängigen Spannung von 230 Volt wäre eine höhere Stromstärke als 30 Milliampere über einen längeren Zeitraum gegebenenfalls tödlich.

Beträgt der Fehlerstrom zwischen 15 und maximal 30 Milliampere, muss der FI innerhalb von ein paar Millisekunden auslösen. Warum nicht schon darunter? Über ein Bauteil kann auch ein geringerer Fehlerstrom fließen. Dann würde der FI ständig auslösen.

3. So funktioniert der Summenstromwandler

Im FI steckt ein sogenannter Summenstromwandler. Tobias erklärt es am Beispiel eines dreiadrigen Kabels mit Braun, Blau und Grüngelb, „ganz einfach gesprochen“: Über den braunen Draht, die Phase, fließt der Strom in das Gerät, das ihn verbraucht. Über den blauen Neutralleiter geht er wieder zurück. Der Summenstromwandler misst, was hinein- und was herausgeht.

Fließt der Strom über die Erde ab, also über den grüngelben Draht, oder an einer anderen Stelle, und nicht mehr über den Neutralleiter zurück, merkt das der FI und löst aus. Mehr dazu im Video ab Minute 02:23. Was die Farben der Adern bedeuten, erklärt Tobias in einem eigenen Video zu den Aderfarben.

4. Wann der FI auslöst

Tobias nennt zwei Beispiele. Das erste: Jemand fasst in die Steckdose, berührt den spannungsführenden Draht, und der Strom fließt über die Erde ab. Dann löst der FI aus. Deshalb kann man ihn auch als Personenschutz einsetzen. Sein Zusatz: Legt es nicht darauf an und fasst nicht in die Steckdose.

Das zweite: Man ist draußen bei strömendem Regen und will mit der Bohrmaschine bohren. Durch die Lüftungsschlitze fließt etwas Wasser hinein. Dann wird über die Feuchtigkeit und die Hand ein Fehlerstrom an die Erde abgegeben, und der FI löst ebenfalls aus. Mehr dazu im Video ab Minute 03:20.

5. Die Testtaste

Am FI gibt es eine Testtaste. Sie simuliert sozusagen einen Fehlerstrom. Tobias sagt, man sollte sie mindestens einmal im Monat prüfen. Der Grund: Im FI steckt eine Elektronik. Geht die kaputt, kann es sein, dass er einmal nicht auslöst. Direkt danach sagt er: „ihr fahrt ja auch nicht gegen die Wand, nur weil ihr wisst, dass ein Airbag im Auto ist, der euch dann gegebenenfalls schützt“.

6. Die Quizfrage

Zum Schluss stellt Tobias eine Quizfrage an alle, die gut aufgepasst haben: Würde der FI auslösen, wenn man in der Luft schwebt und nur den braunen Draht anfasst, der Spannung führt? Die Antwort gibt er im Video nicht. Er kündigt an, sie irgendwann in einem Kurzvideo aufzulösen. Die Frage im Video ab Minute 04:18.

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein FI-Schutzschalter?

Im FI sitzt ein sogenannter Summenstromwandler. Ganz einfach gesprochen fließt der Strom über die Phase, den braunen Draht, in das Gerät und über den blauen Neutralleiter wieder zurück. Der Summenstromwandler misst, was hinein- und was herausgeht. Fließt Strom über die Erde, also den grüngelben Draht, oder woanders ab statt über den Neutralleiter, merkt das der FI und löst aus.

Bei welchem Fehlerstrom löst ein FI-Schalter aus?

Laut Tobias Haack besagt die Vorschrift: nicht mehr als 30 Milliampere. Liegt der Fehlerstrom zwischen 15 und maximal 30 Milliampere, muss der FI innerhalb von ein paar Millisekunden auslösen. Nicht schon unter 15 Milliampere, weil über ein Bauteil auch ein geringerer Fehlerstrom fließen kann und der FI sonst ständig auslösen würde.

In welchen Situationen löst der FI aus?

Im Video nennt Tobias zwei Beispiele: Jemand fasst in die Steckdose, berührt den spannungsführenden Draht, und der Strom fließt über die Erde ab. Oder man bohrt draußen bei strömendem Regen, Wasser läuft in die Lüftungsschlitze der Bohrmaschine, und der Fehlerstrom fließt über die Feuchtigkeit und die Hand zur Erde. Deshalb lässt sich der FI auch als Personenschutz einsetzen. Darauf anlegen soll man es aber nicht.

Wofür ist die Testtaste am FI-Schutzschalter?

Die Testtaste simuliert einen Fehlerstrom. Tobias sagt, man sollte sie mindestens einmal im Monat prüfen, weil im FI eine Elektronik steckt. Geht die kaputt, kann es sein, dass der FI einmal nicht auslöst.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Diese Seite fasst zusammen, was Tobias im Video über die Funktion des FI-Schutzschalters erklärt. Sie ist keine Anleitung für Arbeiten an der Elektroinstallation. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. In der Videobeschreibung stehen Links zu Werkzeugen; laut Beschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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