Balkonkraftwerk im Winter: Lohnt sich das? Tobias’ Erfahrungen nach 4 Monaten
6 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack hat sein Balkonkraftwerk mit Speicher den Winter über im Garten stehen lassen und mitgetrackt, was reinkam. Mit den Monatswerten aus seiner App.
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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ
Kapitel im Video
Das Wichtigste aus dem Video
1. Sein Setup
Tobias nutzt die Anker Solix Solarbank 2 Pro mit Speicher und einem Erweiterungspack, zusammen 3,2 kWh Speicher, dazu vier Solarpanels im Garten. Außerdem hat er ein Smartmeter im Unterverteiler. Das ist für ihn bei der Auswertung wichtig: In der App kann er alles visualisieren und in den Monaten zurückspringen, um genau zu sehen, was über die Monate reingekommen ist. Wie er das Ganze aufgebaut und das Smartmeter gesetzt hat, zeigt er in eigenen Videos.
2. Warum der Ertrag bei ihm begrenzt ist
Um die Panels herum stehen Bäume, im Hintergrund Häuser. „Mein Sonneneinfall ist ein bisschen limitiert“, sagt Tobias. Im Winter hat er gemerkt, dass es noch limitierter ist, weil die Sonne flacher vorbeizieht und weniger auf den Panels ankommt.
Seine nächste Baustelle: die Panels sinnvoller platzieren. Vielleicht kommt ein Gartenhäuschen nach vorne, auf das zwei Panels sollen. Für die anderen zwei sucht er noch einen anderen Platz.
3. Ein Tag im März in der App
Beim Dreh liefern die Panels gerade 340 Watt. „Das ist nicht viel“, sagt Tobias, aber es deckt den Grundbedarf im Haus von 200 Watt. Gerade laufen ein Fernseher und ein kleiner Luftreiniger. Aus dem Netz kommen nur immer mal wieder ein paar Watt, der Rest geht in den Speicher.
An diesem Tag sind es bis 14 Uhr 1,4 kWh, aus dem Netz hat er bis dahin ca. 1 kWh bezogen. Am sonnigeren Vortag kamen 2,2 kWh über die Sonne, im Haus gebraucht wurden 4 kWh. Ungefähr die Hälfte also über die Sonne, und das im März mit einer Platzierung, die „nicht so optimal“ ist. Damit ist er zufrieden.
4. Die Monate im Vergleich
Das sind die Werte, die Tobias in seiner App zeigt. Sie gelten für seine Anlage an seinem Standort:
| Monat | Ertrag in seinem Fall |
|---|---|
| August | fast 100 kWh |
| September | 71 kWh |
| Oktober | wieder etwas mehr als im November |
| November | teilweise ein bisschen was |
| Dezember | noch weniger als im Januar |
| Januar | vielleicht so 10 kWh, mit einem kurzen Ausfall |
| Februar | 15 kWh |
| März (bis zum 23.) | 40 kWh |
Vor August hatte er das Balkonkraftwerk noch nicht. Über den Februar sagt er: „besser wie nichts“. Insgesamt sieht man in seiner Auswertung: „es tut sich jeden Tag ein bisschen was“, an einem Tag war es mal knapp eine Kilowattstunde. Wer seine Panels besser platziert hat, bei dem sieht es nach seiner Einschätzung bestimmt noch viel besser aus. Mehr dazu im Video ab Minute 02:12.
5. Ausblick: Speicher und dynamischer Stromtarif
Für die Zukunft findet Tobias spannend, gerade wenn die Position der Panels vielleicht wirklich nicht anders geht: mit einem dynamischen Stromtarif den Speicher auch aus dem Netz laden. Zum Beispiel, wenn der Strompreis auf 17 Cent fällt, den Speicher vollmachen, und später, wenn der Strom über 30 Cent kostet, aus dem Speicher ins Haus einspeisen. Er glaubt, dass das mit seinem System bestimmt machbar ist, denn das „ist ja oft nur ein Softwarethema“. Er würde sich freuen, wenn so etwas irgendwann funktioniert.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk im Winter?
Ein pauschales Ja oder Nein gibt Tobias Haack im Video nicht. In seinem Fall kam im Winter deutlich weniger an: im Februar 15 kWh, im Januar mit einem kurzen Ausfall vielleicht so 10 kWh, im Dezember noch weniger. Im September waren es 71 kWh, im August fast 100. Seine Einordnung: „es tut sich jeden Tag ein bisschen was“, die 15 kWh im Februar seien „besser wie nichts“.
Warum bringt sein Balkonkraftwerk im Winter weniger Ertrag?
Um seine vier Panels im Garten stehen Bäume und Häuser, der Sonneneinfall ist dadurch limitiert. Im Winter hat er gemerkt, dass es noch limitierter ist, weil die Sonne flacher vorbeizieht und weniger auf den Panels ankommt.
Wozu nutzt Tobias das Smartmeter im Unterverteiler?
Mit dem Smartmeter kann er in der App alles visualisieren und in den Monaten zurückspringen, um genau zu sehen, was er über die Monate eingenommen hat. Das ist für ihn bei der Auswertung wichtig.
Kann man den Speicher mit einem dynamischen Stromtarif aus dem Netz laden?
Das kann sich Tobias für die Zukunft vorstellen: den Speicher laden, wenn der Strompreis zum Beispiel auf 17 Cent fällt, und später, wenn der Strom über 30 Cent kostet, aus dem Speicher ins Haus einspeisen. Er glaubt, dass das mit seinem System bestimmt machbar ist, weil es oft nur ein Softwarethema ist. Er würde sich freuen, wenn das irgendwann funktioniert.
Was will Tobias an seiner Anlage ändern?
Seine nächste Baustelle ist, die Panels sinnvoller zu platzieren. Vielleicht kommen zwei Panels auf ein Gartenhäuschen, für die anderen zwei sucht er einen anderen sinnvollen Platz.
Balkonkraftwerk oder PV-Anlage: Elektriker in Heilbronn und Umgebung
Tobias Haack schaut mit Ihnen, was an Ihrem Haus sinnvoll ist. In Heilbronn und Umgebung vor Ort, sonst per Video-Beratung.
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Über Tobias Haack
Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis: Alle Zahlen sind Werte aus Tobias’ eigener App, für seine Anlage und seinen Standort mit Bäumen und Häusern drumherum. Sie lassen sich nicht auf andere Anlagen übertragen. In der Videobeschreibung auf YouTube stehen Affiliate- oder Partnerlinks, unter anderem zu Anker-Angeboten. Stand der Seite: Oktober 2026.