Zendure SolarFlow 800 im Test: Aufbau, App und erster Eindruck vom Elektromeister

12 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack packt das Balkonkraftwerk SolarFlow 800 von Zendure mit Speicher aus, steckt alles zusammen und richtet die App ein. Nach ein paar Tagen schaut er in die App und zieht ein erstes Fazit.

Tobias HaackElektromeister · Autor
29. April 2025Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack mit nachdenklicher Geste, daneben zwei aufgeständerte Solarmodule und ein an einer Wandsteckdose angeschlossenes Gerät auf einer Terrasse, Zendure-Logo und Schriftzug „Aufbau & Installation“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Das SolarFlow 800 von Zendure besteht bei Tobias aus Wechselrichter, Speicher mit ca. 2 Kilowattstunden und zwei Solarpaneelen. Alles wird gesteckt, die Anschlussleitung kommt in die Steckdose. Laut Tobias holt der Wechselrichter bis zu 1200 Watt über die Paneele herein und gibt 800 Watt ins Hausnetz ab, der Rest geht in den Speicher. Ohne Smart Meter läuft das System nach einem Plan in der App, bei ihm konstant 200 Watt. Sein Fazit zum Aufbau: „super easy“, Plug and Play. Seine Empfehlung: wenn es geht, einen Smart Meter dazu.

Redaktioneller Hinweis: Das Video zeigt den Aufbau und einen ersten Eindruck nach ein paar Tagen, keinen Langzeittest. Kritikpunkte nennt Tobias im Video nicht. Eine Zusammenarbeit mit Zendure wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks; ein Link zu Zendure ist dort nicht aufgeführt.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Unboxing
  3. Anschluss Wechselrichter
  4. Vorbereitung PV-Panel
  5. Anschluss PV-Panel
  6. App & Übersicht
  7. Fazit

Das Wichtigste aus dem Video

1. Was im Paket ist

Tobias zeigt den SolarFlow 800, „der kleine Wechselrichter“, den man sinnvoll platzieren und zum Beispiel an die Wand schrauben kann. Dazu kommen eine Anschlussleitung, die Plug and Play installiert wird, eine Verbindungsleitung zum mitgelieferten Speicher mit ca. 2 Kilowattstunden Speichermöglichkeit, eine kleine Antenne und jede Menge Befestigungsmaterial: Schrauben und Dübel sowie Winkel, um Speicher und Wechselrichter sauber an die Wand zu montieren, „dass nichts verrutscht und nichts wegfällt“. Die Winkel braucht er im Video nicht. Außerdem gehören die Unterkonstruktion und zwei Solarpaneele dazu. Die Paneele lässt er bis kurz vor Schluss verpackt, damit sie nicht beschädigt werden.

2. Die Anschlüsse am Wechselrichter

Am Wechselrichter gibt es Anschlüsse für zwei Solarpaneele, einen für den Speicher, einen für die Anschlussleitung, die nachher in die Steckdose kommt, und einen für die kleine Antenne. Als Erstes macht Tobias nur die Antenne dran. Dass sie bei der Lieferung noch nicht dran ist, findet er ganz gut, sonst könnte sie beim Ausliefern vielleicht abfallen.

3. Speicher und Anschlussleitung stecken

Die Leitung zum Speicher wird laut Tobias einfach aufgeclipst und verriegelt automatisch. Es gibt nur eine Möglichkeit, wie sie hineinpasst. Zum Lösen ist ein Schlosssymbol drauf: drehen, abziehen. Verriegelt ist die Verbindung auch wasserdicht. Auch die Anschlussleitung wird eingesteckt, bis sie klickt. Danach prüft man, ob sie fest sitzt, denn es ist eine Dichtung drin. Außen montieren kann man das laut Tobias, es ist spritzwassergeschützt. Deshalb sollen die Stecker richtig zusammen sein. Einstecken bringt in diesem Moment noch nichts, weil die Solarpaneele noch fehlen.

4. Die Unterkonstruktion

Zur Unterkonstruktion gehören vier gleiche längere Teile und zwei kürzere, mit denen man den Aufstellwinkel einstellt. Die Schienen werden mit Schrauben und Muttern befestigt, teils mit Flügelmutter, über eine Querstrebe stellt man den Neigungswinkel ein, „wie man dann auch gerne möchte“. Für die Befestigung zum Beispiel an einer Bodenplatte liegen Schrauben bei, das macht Tobias im Video nicht. Sein Urteil: die Konstruktion „eigentlich relativ selbsterklärend“.

5. Solarpaneele anschließen

Am Paneel hängen zwei Leitungen, einmal mit Stecker, einmal mit Kupplung, als Gegenstück zum Wechselrichter. „Kann man eigentlich nichts falsch machen“, sagt Tobias. Wichtig ist ihm: Die Verbindung muss mit beiden Nasen einrasten und darf sich nicht mehr auseinanderziehen lassen, „denn hier sind Dichtungen drin und da darf dann nachher auch kein Wasser rein“.

Zwischen den beiden Modulen hat er nicht viel Leitung. Er würde Speicher und Wechselrichter darunter verstecken. Wer alles weiter weg platzieren will, kann laut Tobias noch Leitung dazwischen legen, zum Beispiel 10 Meter weiter weg, „schön unterm Terrassendach“. Sein Aufbau im Video ist nur zur Demonstration.

6. Einrichtung in der App

Die App lädt Tobias aus dem App Store und registriert sich, Land Deutschland. Dann meldet er sich an und fügt das Gerät hinzu. Das läuft über Bluetooth, das Gerät muss eingeschaltet sein. Danach bekommt es das WLAN, das draußen zur Verfügung steht. Einen Namen kann man vergeben, Tobias lässt ihn, wie er ist. Zum Schluss wählt er aus: Deutschland, SolarFlow, kein Zähler installiert, ein Speicher, keine weiteren Geräte.

7. Leistung und Strom bei Wolken

Laut Tobias holt das System bis zu 1,2 kW, also 1200 Watt, über die Paneele herein und gibt 800 Watt sofort ins Hausnetz ab. Der Rest wird im Speicher zwischengespeichert. Und das alles kompakt in zwei Bauteilen, Speicher und Wechselrichter.

Bei der Inbetriebnahme und beim Aufbau war es etwas bewölkt, und auch ein paar Tage später ist es noch nicht „das 100 % optimale Wetter“. Trotzdem erzeugt die Anlage Strom und gibt ihn ins Hausnetz oder in den Speicher. Das schreibt Tobias der MPPT-Technologie zu: Sie ermögliche auch bei schlechteren Wetterverhältnissen Strom und im Vergleich zum konventionellen, „nicht so intelligenten“ Wechselrichter 1,5-mal mehr Erzeugung.

8. Was die App nach ein paar Tagen zeigt

Einen Smart Meter hat Tobias nicht eingebunden. Deshalb ist bei ihm ein konstanter Gesamtausgang von 200 Watt eingestellt, über den ganzen Tag. In dem Moment kommen 340 Watt von der Sonne, „immer ein bisschen schwanken natürlich“. Ungefähr 140 Watt gehen in den Speicher, der Rest über die Steckdose ins Haus an die Haushaltsgeräte.

Außerdem zeigt die App Tagesverbräuche. Es ist 10:27 Uhr, bewölkt, die Sonne kommt ein bisschen durch. An den Tagen davor war schlechtes Wetter, es hat einen Großteil des Tages geregnet, am Tag davor auch. Trotzdem hat die Anlage laut Tobias „so um die 1,8, fast 2 Kilowattstunden erzeugt“. Für ihn zeigt das, dass sich die intelligente Wechselrichtertechnik bezahlt macht, wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Übers Jahr betrachtet sei es ein Großteil vom Jahr „auch mal der Fall, dass vielleicht nicht immer direkt 100 % Sonneneinstrahlung drauf ist“.

Ohne Smart Meter kann man den Plan selbst anpassen. Bei Tobias laufen 24 Stunden durchgehend 200 Watt. Weiß man zum Beispiel, dass man mittags um 12 Uhr zum Kochen mehr braucht, kann man auf 800 Watt erhöhen. Braucht man nachts vielleicht nur 100 Watt, kann man reduzieren.

9. Mit Smart Meter: bedarfsgerecht und dynamischer Tarif

Mit einem Smart Meter wird das System laut Tobias noch intelligenter. Säße der Smart Meter in der Verteilung, würde die Abgabe bedarfsgerecht schwanken, und man könnte sehen, was im Haus gerade gebraucht wird. Hat man zum Beispiel einen Grundbedarf von 200 Watt, werden nur 200 Watt ausgegeben. Bei einer Spitze, „sagen wir mal, 3000 Watt“ beim Kochen, gingen 800 Watt aus dem Speicher, sofern er voll ist, oder aus der Sonne ins Netz. Was gerade nicht gebraucht wird, landet im Speicher, bis der voll ist. Dann kann man auswählen, ob man „ins Hausnetz einspeise, also den Strom herschenke“, oder das kappt. „Alles in der App möglich.“

Tobias nutzt den automatischen Modus. „Da gibt’s viele Einstellmöglichkeiten“, sagt er, das System sei „offen für mehr“, aber auch in seiner Konstellation, also ohne Smart Meter, gut und effizient zu betreiben.

Mit Smart Meter sei außerdem Laden mit einem dynamischen Stromtarif möglich: Ist der Strom am Markt gerade günstig, auch ohne Solarerzeugung, kann man den Speicher füllen und den Strom später nutzen, wenn er teuer ist. Tobias nennt das „bidirektionales Laden“. Ausprobiert hat er das im Video noch nicht. Das will er im Nachgang mit seinem Energieversorger austüfteln.

10. Erster Eindruck

Tobias’ Fazit nach dem Aufbau und den ersten Tagen: „super easy, das System Plug and Play“. Er hat es in die Steckdose gesteckt, der Aufbau war „super easy“, im Video ist in ungefähr 10 Minuten alles erklärt. Seine Empfehlung: wenn es geht, noch einen Smart Meter einbauen, „dann ist das System rund“. Wer ein extra Video dazu sehen will, wie er den Smart Meter mit diesem Balkonkraftwerk koppelt, soll es in die Kommentare schreiben.

Häufige Fragen

Was war beim Zendure SolarFlow 800 im Test dabei?

Bei Tobias Haack: der Wechselrichter SolarFlow 800, eine Anschlussleitung für die Steckdose, eine Verbindungsleitung zum Speicher, der Speicher mit ca. 2 Kilowattstunden Speichermöglichkeit, eine kleine Antenne, Befestigungsmaterial wie Schrauben, Dübel und Winkel für die Wandmontage, die Unterkonstruktion und zwei Solarpaneele.

Wie viel Leistung schafft der SolarFlow 800?

Laut Tobias kann er bis zu 1,2 kW, also 1200 Watt, über die Paneele hereinholen und 800 Watt sofort ins Hausnetz abgeben. Der Rest wird im Speicher zwischengespeichert.

Läuft der SolarFlow 800 auch ohne Smart Meter?

Im Video betreibt Tobias ihn ohne Smart Meter. Dann gibt das System nach einem Plan in der App ab, bei ihm konstant 200 Watt rund um die Uhr. Den Plan kann man in der App anpassen, zum Beispiel mittags mehr und nachts weniger. Seine Empfehlung: wenn es geht, den Smart Meter noch einbauen, „dann ist das System rund“.

Was bringt ein Smart Meter am SolarFlow 800?

Laut Tobias wird das System damit intelligenter: Es gibt dann so viel ab, wie im Haus gerade gebraucht wird, bei einer Spitze bis zu 800 Watt. Außerdem nennt er das Laden des Speichers mit einem dynamischen Stromtarif, wenn der Strom am Markt gerade günstig ist, auch ohne Solarerzeugung. Ausprobiert hat er das im Video noch nicht, das will er im Nachgang mit seinem Energieversorger austüfteln.

Ist der Aufbau schwierig?

Tobias’ Fazit: „super easy“, Plug and Play, die Unterkonstruktion „eigentlich relativ selbsterklärend“. Der Stecker am Speicher passt laut Tobias nur auf eine Art, bei den Solarpaneelen „kann man eigentlich nichts falsch machen“. Wichtig ist ihm, dass die Stecker richtig einrasten, weil Dichtungen drin sind und kein Wasser hinein darf.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Laut Videobeschreibung baut Tobias das System im Garten auf. Die Werte aus der App gelten für seine Anlage in diesem Moment. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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