Fehler bei der Küchenplanung: erst kaufen, dann prüfen Warum die Elektroinstallation vor dem Küchenkauf auf den Tisch gehört

4 Minuten von Elektromeister Tobias Haack: Er hat schon öfter erlebt, dass Kunden zuerst die Küche kaufen und erst danach an Elektrik und Wasser denken. Dann kommen Kosten, die man vorher nicht bedacht hat.

Tobias HaackElektromeister · Autor
28. Februar 2022Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Elektromeister Tobias Haack erklärt den größten Fehler bei der Küchenplanung

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Inhalt: Kurz gesagt · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Der größte Fehler bei der Küchenplanung ist für Tobias Haack, zuerst die Küche zu kaufen und sich erst danach Gedanken über die Installation zu machen. Meistens ist mit der alten Küche auch die Wohnung alt und mit ihr die Elektroinstallation. Dazu kommen vielleicht Sanitärarbeiten, Putz, Farbe und Fliesen. Wer diese Kosten vorher kennt, kann das Budget für die Küche danach ausrichten.

Das Wichtigste aus dem Video

1. Wo die Küchenplanung meistens anfängt

Der erste Weg führt laut Tobias natürlich ins Küchenstudio oder zum Küchenplaner beziehungsweise zur Küchenplanerin. Deren Ziel ist es, eine Küche zu verkaufen. Über die bestehenden Gegebenheiten, also was gerade in der Küche ist, wird dabei nicht groß gesprochen.

2. Was in der neuen Küche dazukommt

In der Regel sind Backofen, Kochfeld und Dunstabzugshaube schon vorhanden. Vielleicht kommt eine Spülmaschine dazu, vielleicht ein Wasserhahn, aus dem kochendes Wasser kommt. „Es gibt ja x Möglichkeiten“, sagt Tobias. Oft wird dabei vergessen, auch über die Elektroinstallation zu sprechen.

3. Alte Küche, alte Wohnung, alte Installation

Wer eine neue Küche macht, tut das meistens, weil die alte Küche alt ist. Dementsprechend ist auch die Wohnung alt und mit ihr die Elektroinstallation, die gerade drin ist.

4. Was Tobias bei Kunden schon öfter erlebt hat

Tobias hatte das Problem schon öfter: Die Küche war gekauft, erst dann wurde er als Elektriker angerufen, mit dem Wunsch, die Installation nach dem Küchenplan zu machen. „Dann war das Erwachen groß“, als er sagen musste: „sorry, so einfach geht's leider nicht“. Es gab nur eine Sicherung für die ganze Wohnung. Er nennt dann den Herd und je eine separate Sicherung für Mikrowelle und Spülmaschine. Damit kommen Kosten, die man vorher nicht bedacht hat.

5. Vorher wissen, was es kostet

Wer das alles vorher klärt, kann die Küchenplanung danach steuern. Das gilt, wenn man weiß, was die zusätzliche Elektroinstallation kostet oder was an Sanitärinstallation dazukommt. Vielleicht muss zum Beispiel ein Wasseranschluss versetzt werden. Dann kann man das Budget für die Küche anders setzen.

Tobias nennt ein Beispiel: Man plant und kauft die Küche für, sagen wir, 10.000 Euro und hat auch nur diese 10.000 Euro zur Verfügung. Hinterher stellt sich heraus, dass Elektro- und Sanitärinstallation geändert werden müssen, und es kommen noch ein paar tausend Euro dazu. Für die meisten Leute ist es schwierig, dann noch einmal Geld lockerzumachen.

6. Wände, Putz und Fliesen gehören dazu

Mit einer neuen Elektroinstallation ist es nicht getan. Dann muss man die Wand verputzen, streichen, fliesen und so weiter. „Das gehört alles dazu“, sagt Tobias.

7. Tobias’ Rat: ganzheitlich auf alle Kosten schauen

„Das ist der größte Fehler, den man bei der Küchenplanung machen kann: zuerst die Küche kaufen und sich dann danach Gedanken machen.“ Sein Rat: „Schaut auf jeden Fall ganzheitlich nach allen Kosten, wenn ihr so ein Projekt angeht.“ Er rät, es vielleicht so zu versuchen: dem Küchenplaner oder der Küchenplanerin zu sagen, dass man vor dem Auftrag erst noch die Sachen drumherum prüfen will. So hat man den Kostenblock Küche am Ende so detailliert wie möglich ausgearbeitet und erlebt hinterher keine Überraschungen.

Häufige Fragen

Was ist der größte Fehler bei der Küchenplanung?

Für Tobias Haack ist es dieser: zuerst die Küche kaufen und sich erst danach Gedanken über die Elektro- und Sanitärinstallation machen. Dann kommen Kosten dazu, die man vorher nicht bedacht hat.

Warum muss bei einer neuen Küche oft die Elektroinstallation angepasst werden?

Eine neue Küche gibt es meistens, weil die alte Küche alt ist. Dann ist in der Regel auch die Wohnung alt und mit ihr die Elektroinstallation. Tobias hat schon öfter erlebt, dass er erst nach dem Küchenkauf als Elektriker angerufen wurde. Als Beispiel nennt er nur eine Sicherung für die ganze Wohnung. Für die neue Küche nennt er dann den Herd und je eine separate Sicherung für Mikrowelle und Spülmaschine.

Welche Kosten kommen bei einer neuen Küche oft noch dazu?

Im Video nennt Tobias die zusätzliche Elektroinstallation, vielleicht Sanitärarbeiten, etwa wenn ein Wasseranschluss versetzt werden muss, und danach Verputzen, Streichen und Fliesen. Sein Beispiel: Wer 10.000 Euro für die Küche zur Verfügung hat und sie komplett ausgibt, für den kommen dann noch ein paar tausend Euro dazu.

Wann sollte man bei der Küchenplanung an die Elektrik denken?

Vor dem Kauf. Wer vorher weiß, was die zusätzliche Elektro- oder Sanitärinstallation kostet, kann das Budget für die Küche anders setzen. Tobias rät, es vielleicht so zu versuchen: dem Küchenplaner oder der Küchenplanerin zu sagen, dass man vor dem Auftrag noch die Sachen drumherum prüfen will.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Im Video spricht Tobias allein und berichtet aus seiner Praxis als Elektriker. Die Seite fasst zusammen, was im Video gesagt wird. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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