KI im Smart Home: Was künstliche Intelligenz für Smart Home und KNX bedeutet

26 Minuten Podcast: Elektromeister Tobias Haack und Systemintegrator Torben Ledermann erzählen, wie sie KI heute nutzen und wo sie danebenliegt. Und was KI künftig im Smart Home verändern könnte.

Tobias HaackElektromeister · mit Torben Ledermann
17. Juli 2026Smart Home Busters, Folge 9
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Tobias Haack und Torben Ledermann im Podcast Smart Home Busters über KI im Smart Home

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Inhalt: Kurz gesagt · Themen · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt KI spart Tobias und Torben schon heute viel Zeit, etwa bei Kundenanfragen, Texten und Videobeschreibungen. Ungeprüft übernehmen sollte man sie nicht: Tobias hat ein Video wieder gelöscht, weil die von ChatGPT herausgesuchten Normenzitate vielfach falsch waren. Im Smart Home geht es in der Folge um eine Sprachsteuerung, die wirklich versteht, um Hilfe im Alter und um KI bei der KNX-Programmierung. Offen bleibt die Frage, wo die Daten landen.

Themen dieser Folge

  • KI im Arbeitsalltag von Elektrikern
  • ChatGPT, Claude, Gemini, Codex und NotebookLM
  • KI in der Kundenkommunikation
  • KI für Content Creation und Unternehmensprozesse
  • Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz
  • Datenschutz im Smart Home
  • KI in KNX und Gebäudeautomation
  • Zukunft von Sprachsteuerung und Automatisierung
  • Wie KI die Programmierung von Smart Homes verändern könnte

Themenliste aus der Videobeschreibung auf YouTube.

Das Wichtigste aus dem Video

1. So nutzt Tobias KI im Elektrobetrieb

Im Elektrobetrieb setzt Tobias KI für die erste Kundenkommunikation ein. Anfragen kommen per E-Mail, über das Kontaktformular oder über einen KI-Anrufbeantworter: Ist er auf der Baustelle und hat das Geschäftshandy nicht dabei, spricht der Anrufer mit der KI. Sie fragt vordefinierte Dinge ab, danach bekommt Tobias eine Zusammenfassung. Antworten spricht er per Spracheingabe ein und bekommt einen Text, den er als E-Mail verschickt. „Spart mir enorm viel Zeit.“

Nicht jeder findet das gut. Ein Kunde hat die KI am Telefon beschimpft und wollte mit einem echten Menschen sprechen. Tobias bleibt trotzdem dabei: „Das größte Gut, das ich habe, ist meine Zeit.“ Die Kunden, die für KI sind, sind laut Tobias eher die, mit denen er zusammenarbeiten möchte, weil sie offener für neue Themen sind, auch für Smart Home.

Daneben nutzt er KI für Transkript-Zusammenfassungen, Videobeschreibungen und Hashtags. Seine LinkedIn-Beiträge entstehen aus Sprachnotizen, laut Tobias braucht er dafür fünf Minuten am Tag. Ein Werkstudent hat mit Claude eine Aufgabe in einer Stunde gelöst, für die Tobias eine Woche geschätzt hatte. Tobias selbst hat sich per Spracheingabe eine Schnittstelle zwischen zwei Programmen bauen lassen und mit Claude einen ersten Konfigurator für einen möglichen Webshop mit Material für die Eigenleistung entworfen.

2. So nutzt Torben KI

Torben Ledermann nutzt KI für seinen YouTube-Kanal: Kapitel-Zeitstempel finden, Beschreibungen aus dem Transkript erstellen und als Ideengeber. Für die Uni nutzt er ChatGPT, nicht zum Schreiben von Hausarbeiten, sondern für Ideen und Konzepte. Mit Codex, dem Coding-Tool von OpenAI, hat er in einem Uniprojekt einen Prototyp entwickelt. So etwas kriegt man laut Torben heute in ein paar Stunden hin. Außerdem nennt er Gemini und NotebookLM von Google: Dort lädt man eigene Quellen hoch, und die KI arbeitet nur mit diesen Quellen und zeigt, wo sie etwas gefunden hat.

3. Wo man bei KI vorsichtig sein muss

Für ein Kurzvideo zu Normen ließ sich Tobias die Normenzitate von ChatGPT heraussuchen, statt selbst in der VDE-Normbibliothek zu recherchieren. Am nächsten Morgen gab es einen Shitstorm, vieles war falsch zitiert. Er hat das Video gelöscht. Seine Erkenntnis: kritisch sein und gegenchecken. Er hofft, dass man weiter den Menschen als Experten und als kritisches Auge braucht. „Wenn man das mit Bedacht macht, dann ist es ein super Tool.“

Auch die KI-Zusammenfassung bei Google sollte man laut Folge mit gesundem Menschenverstand prüfen. Was beide nervt: KI-generierte Videos ohne Mehrwert, mit denen die Timeline zugespült wird.

4. KI im Smart Home: Sprachsteuerung, die wirklich versteht

Der naheliegende Anwendungsfall sind Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. Bisher funktioniert Sprache im Smart Home laut Tobias „mehr schlecht als recht“: Man muss genau „Licht Badezimmer ein“ sagen, mit „Licht Bad ein“ klappt es schon nicht mehr. Seine Hoffnung: Das Haus versteht ihn so gut wie die Spracheingabe bei ChatGPT, auch auf Schwäbisch, erkennt Zusammenhänge und lernt mit der Zeit, wie die Bewohner das Haus nutzen und was sie mögen.

Eine weitere Chance sieht man im Gespräch beim altersgerechten Wohnen: Eine KI könnte merken, wenn sich jemand anders verhält als sonst, zum Beispiel deutlich länger schläft, und proaktiv nachfragen, ob alles in Ordnung ist.

5. Datenschutz: Wo landen die Daten?

Gerade wenn ein System weiß, wo man sich im Haus aufhält und wie man sich verhält, stellt sich die Frage, wo diese Daten am Ende landen. Schon der Stromverbrauch verrät viel: nicht nur, ob jemand zu Hause ist, sondern auch, wann er sich einen Kaffee macht oder duscht. Deshalb wird es laut Folge spannend, was lokale Lösungen künftig können. Im KNX-Bereich gibt es solche lokalen Lösungen schon.

6. KI bei der Planung und Programmierung von KNX

Im Gespräch gehen beide davon aus, dass KI nur eine Frage der Zeit ist in Tools wie der ETS, mit der KNX programmiert wird. Statt jede Verknüpfung einzeln zu ziehen, könnte das Tool erkennen, welche Geräte in einem Raum sind, und zum Beispiel die Tasterbelegung vorparametrieren. Im Gespräch kommt dazu: Räume vordefinieren, per Sprache Hinweise geben, danach nur noch einmal alles durchchecken. Auch bei der Prüfung, ob alle Kanäle schalten, wenn der Bewegungsmelder auslöst, könnte KI unterstützen.

Bei Tobias laufen Vordokumentation, Vorberatung und Kundenkommunikation für KNX-Projekte schon KI-gestützt. Die Programmierung macht bisher ein Partner. Spart ein Tool genug Zeit, könnte er sie vielleicht wieder selbst übernehmen.

Häufige Fragen

Wie nutzen Elektriker KI heute schon im Alltag?

Tobias Haack nutzt KI in seinem Elektrobetrieb für die erste Kundenkommunikation: Anfragen per E-Mail, Kontaktformular und über einen KI-Anrufbeantworter, der vordefinierte Dinge abfragt und ihm danach eine Zusammenfassung schickt. Antworttexte spricht er per Spracheingabe ein. Außerdem nutzt er KI für Videobeschreibungen, Transkript-Zusammenfassungen, Hashtags und seine LinkedIn-Beiträge.

Kann man KI-Antworten einfach übernehmen?

Nein. Tobias hat sich für ein Kurzvideo Normenzitate von ChatGPT heraussuchen lassen und vieles davon war falsch zitiert. Das Video hat er wieder gelöscht. Seine Erkenntnis: kritisch bleiben und gegenchecken. Auch die KI-Zusammenfassung von Google sollte man laut Folge mit gesundem Menschenverstand prüfen.

Wie könnte KI die Sprachsteuerung im Smart Home verbessern?

Bisher muss man Sprachbefehle oft ganz genau sagen, etwa „Licht Badezimmer ein“ statt „Licht Bad ein“. Tobias hofft, dass die Sprachsteuerung so gut wird wie die Spracheingabe bei ChatGPT, die ihn auch auf Schwäbisch versteht, und dass das Haus Zusammenhänge erkennt und mit der Zeit lernt, wie die Bewohner es nutzen.

Was ist beim Thema Datenschutz und KI im Smart Home wichtig?

In der Folge geht es um die Frage, wo die Daten am Ende landen. Aus dem Stromverbrauch lässt sich viel über das Nutzerverhalten herauslesen, zum Beispiel ob jemand zu Hause ist oder gerade duscht. Deshalb wird es spannend, was lokale Lösungen können. Solche lokalen Lösungen gibt es laut Folge auch schon im KNX-Bereich.

Wird KI die Programmierung von KNX verändern?

Im Gespräch gehen beide davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis KI in Tools wie die ETS einzieht. Das Tool könnte dann erkennen, welche Geräte in einem Raum sind, und zum Beispiel die Tasterbelegung vorparametrieren. Auch die Prüfung, ob alle Kanäle richtig schalten, könnte KI unterstützen. Danach muss man nur noch einmal alles durchchecken.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Das Video ist eine Folge des Podcasts „Smart Home Busters“ mit Systemintegrator Torben Ledermann. Aussagen von Torben sind auf dieser Seite als solche gekennzeichnet. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

Nicht alles, was technisch möglich ist,
ist auch sinnvoll.

Ob neue Elektroinstallation, Modernisierung oder ein konkretes Problem: Wir empfehlen Ihnen nicht einfach, was möglich ist, sondern was für Sie wirklich Sinn ergibt. Mit über 20 Jahren Praxiserfahrung weiß Elektromeister Tobias Haack, worauf es ankommt – und wo Sie sich unnötige Kosten sparen können.

Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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