Gira One Erfahrungen: Das Video zum ersten professionellen Smart-Home-Projekt von Tobias Haack
12 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack hielt Smart Home lange für eine Spielerei. Im Video erzählt er, was ihn skeptisch gemacht hat und wie sein erstes Projekt mit Gira One lief. Mit Blick in die Programmierung und den Vergleich zu KNX.
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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ
Kapitel im Video
Das Wichtigste aus dem Video
1. Warum Tobias skeptisch war
Vor diesem Projekt war Tobias „immer ein bisschen skeptisch“: Bringt Smart Home was, ist es nicht viel zu teuer, ist es nicht viel zu kompliziert zu programmieren? Der Grund lag für ihn auf der Hand: „ich habe mich einfach zu wenig mit dem Thema Smart Home beschäftigt.“ Er hatte Smart Home als Spielerei abgetan. Eine konventionelle Lichtschaltung reicht doch völlig aus, dachte er.
Dazu kam der KNX-Standard. Dafür braucht man eine Software, die viel Geld kostet. Tobias fragte sich, ob er Zeit und Geld investieren soll, und ob er die Software später überhaupt braucht. Das hat ihm den Start ins Thema erschwert.
2. Gira One und KNX: was der Unterschied ist
Gira One hat sich Tobias erklären lassen. Es hat sich für ihn „im ersten Moment gut angehört“, weil die Hürde mit der speziellen Software wegfällt. Programmiert wird mit dem Gira Projekt Assistenten, kurz GPA. Der ist laut Tobias frei, Dinge lassen sich per Drag and Drop einfügen.
Ein weiterer Vorteil aus seiner Sicht: Die Aktoren und Sensoren von Gira One basieren auf dem KNX-Standard. Möchte die Kundschaft später vielleicht zusätzliche Funktionen, die mit Gira One nicht zu realisieren sind, könnte man das Projekt sozusagen öffnen und die Aktoren und Sensoren auf KNX-Standard programmieren. Gira One ist laut Tobias „noch mal eine Stufe günstiger“ als das große KNX-System, und die Kundschaft in diesem Projekt hat die Option, das später zu erweitern und zu vergrößern.
Einige Wochen vor dem Video hat Tobias die Zertifizierung zum KNX-Programmieren gemacht. Sein Fazit: „ich habe mir vorab viel zu viele Gedanken gemacht, es ist doch nicht so schwer.“ KNX ist aber etwas komplexer als Gira One und kostet zusätzlich: Der Kurs kostet Geld, die Software danach auch.
3. So sieht die Programmierung im GPA aus
Im Video zeigt Tobias an einem Testprojekt, wie der Gira Projekt Assistent aufgebaut ist. Zu sehen ist unter anderem:
- Ein neues Projekt bekommt einen Anlagenschlüssel, damit es geschützt ist und „nicht jeder drin rumfuschen kann“.
- Die Gebäudestruktur wird per Drag and Drop angelegt, zum Beispiel Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss mit den Räumen.
- Verbraucher wie geschaltetes und gedimmtes Licht, Garagentor, Lüftung, Beschattung und Fußbodenheizung werden eingefügt, dazu Taster (Sensorik) und Aktoren.
- Das System „denkt auch ein bisschen mit“: Fehlt zum Beispiel ein Dimmaktor, weist es darauf hin.
- Die Geräte werden über den QR-Code auf ihrer Karte mit dem Smartphone erfasst.
- Die Wippen der Taster werden belegt, etwa mit Schalten oder Dimmen, „ohne groß irgendwelche Adressen anzulegen“.
Für Tobias ist das „echt ein super einfacher Einstieg“. Vor dem Programmieren muss man sich aber Gedanken machen, was man überhaupt will und ob man das als Elektriker der Kundschaft anbieten und umsetzen kann. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, was ein Smart Home alles kann, war Tobias im Gira Experience Center in den Niederlanden.
4. Vorteil Heizung: jeder Raum einzeln
Allein wegen der Energieeffizienz macht für Tobias eine smarte Heizungssteuerung Sinn. Ist man nicht zu Hause, regelt die Heizung automatisch runter. Die Raumthermostate lassen sich auf Grad einstellen, und im Gira-One-System kann man mehrere Taster vernetzen, um einen guten Mittelwert im Raum zu bilden.
Klassische Raumthermostate haben laut Tobias ein Rädchen von 1 bis 5, „man weiß nie genau, wo man steht“. Bei einer Fußbodenheizung kann es Stunden dauern, bis der eingestellte Punkt erreicht ist, und dann sind es wieder 3 Grad zu viel. Eine richtige Nachtabsenkung gibt es so im Prinzip nicht, die muss man zentral an der Heizung einstellen. Im Smart Home lässt sich dagegen jeder Raum einzeln steuern: das Schlafzimmer zum Beispiel auf 15 Grad, das Wohnzimmer wärmer.
5. Und die Kosten?
Zu den Kosten sagt Tobias: Ein Smart Home ist in der Wertigkeit höher als eine klassische Installation und dementsprechend etwas teurer, „der Realität muss man schon ins Auge blicken“. Als Gegenposten nennt er den Tastsensor mit integriertem Thermostat. Ein extra Raumthermostat, den man auch extra verkabeln muss, fällt weg. In einem Haus mit 13 Thermostaten ist das vielleicht doch eine Summe, die man einspart und in die Kalkulation einbeziehen kann.
6. Beschattung, Komfort, Sicherheit, Türkommunikation
Beschattung und Jalousiemanagement helfen, die Raumtemperatur mitzusteuern, und sind bequem. Im Projekt gibt es eine Zentralsteuerung, bedienbar über das Touchpanel G1 oder ein iPad.
Zum Komfort sagt Tobias: „man braucht es eigentlich nicht, so sagen ja viele, so habe auch ich gedacht.“ Wer aber einmal damit arbeitet, merkt, dass es etwas wert ist. Bei Gira One lässt sich zum Beispiel eine Abwesenheitssimulation bauen, die sich daran orientiert, wie das Smart Home in der letzten Woche bedient wurde. Ein Knopfdruck, dann läuft sie ab. Das ist für Tobias auch ein Thema Sicherheit.
Die Türkommunikation im Projekt ist ebenfalls von Gira und wird auf dem G1 mit visualisiert. Sein Punkt: Es ist nicht der eine Faktor, der für ein Smart Home spricht, sondern mehrere, die ineinanderspielen. Unterm Strich nennt er Gira One ein durchdachtes System, das ihm und auch der Kundschaft den Einstieg leichter gemacht hat.
Über Bedienkonzepte im Smart Home, auch über sein erstes Gira-One-Projekt, spricht Tobias in der Podcast-Folge Smart Home ohne Taster? Das richtige Bedienkonzept.
Häufige Fragen
Braucht man für Gira One eine teure Software?
Nein. Programmiert wird mit dem Gira Projekt Assistenten (GPA), der laut Tobias Haack frei ist. Dinge lassen sich per Drag and Drop einfügen. Für die klassische KNX-Programmierung braucht man dagegen eine Software, die Geld kostet, und einen Kurs, der ebenfalls Geld kostet.
Was ist der Unterschied zwischen Gira One und KNX?
Die Geräte von Gira One, also Aktoren und Sensoren, basieren auf dem KNX-Standard. Gira One ist einfacher zu programmieren und laut Tobias noch mal eine Stufe günstiger als das große KNX-System. Möchte die Kundschaft später vielleicht zusätzliche Funktionen, die mit Gira One nicht zu realisieren sind, könnte man das Projekt sozusagen öffnen und die Aktoren und Sensoren auf KNX-Standard programmieren.
Ist KNX schwer zu programmieren?
Tobias hat einige Wochen vor dem Video die KNX-Zertifizierung gemacht. Sein Fazit: Er hatte sich vorher viel zu viele Gedanken gemacht, es ist doch nicht so schwer. KNX ist aber etwas komplexer als Gira One, und Kurs und Software kosten Geld.
Ist ein Smart Home teurer als eine klassische Installation?
Ja, etwas. Laut Tobias ist es in der Wertigkeit höher und dementsprechend etwas teurer. Ein Beispiel für eine Einsparung: Im Tastsensor ist zum Beispiel schon ein Thermostat integriert. Ein extra Raumthermostat mit eigener Verkabelung fällt weg. In einem Haus mit 13 Thermostaten kann das vielleicht eine Summe sein, die man in die Kalkulation einbeziehen kann.
Was bringt ein Smart Home bei der Heizung?
Jeder Raum lässt sich einzeln auf eine Gradzahl einstellen, zum Beispiel das Schlafzimmer auf 15 Grad. Ist man nicht zu Hause, regelt die Heizung automatisch runter. Klassische Raumthermostate haben dagegen ein Rädchen von 1 bis 5, und bei einer Fußbodenheizung kann es Stunden dauern, bis die Temperatur erreicht ist.
Smart Home mit dem Elektriker in Heilbronn und Umgebung
Unsicher, ob Smart Home für Sie das Richtige ist? Tobias Haack bespricht Ihr Projekt mit Ihnen. In Heilbronn und Umgebung vor Ort, sonst per Video-Beratung.
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Über Tobias Haack
Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis zur Zusammenarbeit: Laut Video hat Tobias dieses Projekt gemeinsam mit der Firma Gira umgesetzt. Am Ende bedankt er sich bei Gira dafür, dass sie das Projekt möglich gemacht hat. Stand der Seite: Oktober 2026.